Bristol Skala

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Aktualisiert am 24.08.2017 | Lesedauer: 4 Minuten


Bristol Skala: Welche​ Konsistenz vom Stuhlgang ist normal?

Anhand der Konsistenz, Farbe und Geruch deines Stuhlgangs kannst du ableiten, wie gut und gesund dein Darm arbeitet.

konsistenz

Anhand der Konsistenz, Farbe und Geruch deines Stuhlgangs kannst du ableiten, wie gut und gesund dein Darm arbeitet

Die Bristol Skala zur Bewertung des menschlichen Kots

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Um die Beschreibung des menschlichen Stuhls zu vereinfachen, haben S. J. Lewis und Kenneth Heaton gemeinsam an der University auf Bristol die sogenannte Bristol Skala entwickelt. Sie definiert und beschreibt die verschiedenen Stuhlarten, die beim menschlichen Kot vorkommen. Dabei gibt sie Aufschluss über Konsistenz. Farbe und Geruch. Lewis und Heaton entwickelten die Bristol Skala übrigens ursprünglich als Hilfsmittel für die medizinische Diagnostik, denn bis dahin waren die Ärzte auf genaue Ausfertigungen und Erklärungen ihrer Patienten angewiesen. Dank der Skala ist das heute einfacher. Im Grunde musst du beim Arzt nur noch angeben, welcher Typzahl dein Stuhl ähnelt.

Folgend findest du eine genaue Vorstellung der einzelnen Stuhltypen, die nach der Bristol Skala unterschieden werden:

Folgend findest du eine genaue Vorstellung der einzelnen Stuhltypen, die nach der Bristol Skala unterschieden werden:
Beim Stuhlgang des Typs 7 wurde dagegen der Turbo eingelegt. Er brauchte nur rund 10 Stunden. Folgend findest du eine genaue Vorstellung der einzelnen Stuhltypen, die nach der Bristol Skala unterschieden werden: 
  • ​​​Typ ​1: Die Konsistenz von Typ 1 Stuhl erinnert an Nüsse, Typisch sind kleine feste Kugeln, die sich allerdings nur schwer ausscheiden lassen. 
    • Typ 1: Die Konsistenz von Typ 1 Stuhl erinnert an Nüsse, Typisch sind kleine feste Kugeln, die sich allerdings nur schwer ausscheiden lassen. 
  • Typ 2: Zwar nimmt der Typ 2 Stuhl bereits die Form einer Wurst an, doch auch dieser ist noch deutlich klumpig, wobei die einzelnen kullerartigen Bestandteile zu erkennen sind. 
    • Typ 2: Zwar nimmt der Typ 2 Stuhl bereits die Form einer Wurst an, doch auch dieser ist noch deutlich klumpig, wobei die einzelnen kullerartigen Bestandteile zu erkennen sind. 
  • Typ 3: Typisch für den Typ 3 Stuhlgang ist die Wurstoptik. Allerdings zeigen sich hier an der Oberfläche des Stuhls deutliche Risse. 
  • Typ 4: Typ 4 Stuhlgang hat erhebliche Gemeinsamkeiten mit Zahnpasta. Optisch mit einer Wurst oder Schlange vergleichbar, ist der Stuhlgang weich und hat eine glatte Oberfläche. Dieser Typ 4 als Idealausführung des menschlichen Stuhlgangs, denn hier ist das Verhältnis von Wasser und Feststoffen am besten. 
  • Übrigens gilt der Typ 4 als Idealausführung des menschlichen Stuhlgangs, denn hier ist das Verhältnis von Wasser und Feststoffen am besten.
    • Typ 4: Typ 4 Stuhlgang hat erhebliche Gemeinsamkeiten mit Zahnpasta. Optisch mit einer Wurst oder Schlange vergleichbar, ist der Stuhlgang weich und hat eine glatte Oberfläche. 
  • Typ 5: Mit Typ 4 hat dieser nichts mehr gemein. Die Form einer Wurst geht verloren. Stattdessen scheidest du weiche Kleckse aus, deren Ränder allerdings klar abgetrennt sind. 
  • Typ 6: Flockig, breiig und zerklüftet: So lässt sich der Stuhlgang vom Typ 6 am besten beschreiben. 
  • Typ 7: Hierbei handelt es sich um den klassischen Durchfall. Zu erkennen ist er an einer wässrigen Konsistenz. Es gibt hier keine festen Bestandteile mehr und der Stuhl ist komplett flüssig. Beim diesem Stuhlgang wurde dagegen der Turbo eingelegt. Er brauchte nur rund 10 Stunden. 
  • Beim Stuhlgang des Typs 7 wurde dagegen der Turbo eingelegt. Er brauchte nur rund 10 Stunden.


    Übrigens gilt der Typ 4 als Idealausführung des menschlichen Stuhlgangs, denn hier ist das Verhältnis von Wasser und Feststoffen am besten. Sinkt Stuhl von Typ 3 oder Typ 4 im Toilettenwasser sehr schnell zu Boden, ist das immer ein Anzeichen dafür, dass darin noch ein großer Anteil an Nahrung zu finden ist, die nicht verdaut wurde. Im gesunden Stuhlgang sind allerhand Gasbläschen zu finden. Sie sorgen dafür, dass der Kot im Wasser schwebt. Die Gasbläschen stammen übrigens von den Darmbakterien, die während des Verdauungsprozesses quasi ausgepupst werden. 

    Beim Stuhlgang des Typs 7 wurde dagegen der Turbo eingelegt. Er brauchte nur rund 10 Stunden. Folgend findest du eine genaue Vorstellung der einzelnen Stuhltypen, die nach der Bristol Skala unterschieden werden: 

    Aus was besteht unser Kot?

    Im ersten Moment möchtest du an dieser Stelle natürlich laut rufen „aus meiner Nahrung“, doch die Annahme ist nicht ganz richtig. Tatsächlich nimmt die Nahrung, die durch deinen Mund in deinen Darmtrakt wandert, nur einen begrenzten Teil ein. Der Hauptbestandteil von Kot ist nämlich Wasser. Das macht immerhin etwa drei Viertel aus. Der Darm nimmt während deiner Verdauung, wenn er gesund ist, etwa 8,9 Liter Flüssigkeit auf. Damit verlierst du jeden Tag nur noch etwa 100 Millimeter. Du kannst dir also sicher sein, dass das im Stuhl enthaltene Wasser dort auch wirklich sein muss. Ohne Wasser könnten wir unsere Stoffwechselreste übrigens nur schwer abtransportieren. Der Kot wäre dann für ein leichtes Ausscheiden zu hart. 

    Die für den Verdauungsprozess wichtigen Darmbakterien nehmen etwa ein Drittel der festen Bestandteile des Stuhlgangs ein, wobei es hier deutliche Unterschiede gibt. Grundsätzlich braucht dein Körper die Bakterien, die ausgeschieden werden, nicht mehr. Sie verabschieden sich mit dem Stuhlgang aus ihrem Dienst. 

    Ein wahrer Antriebsmotor für den menschlichen Stuhlgang sind übrigens Obst und Gemüse. Immerhin machen die Pflanzenfasern, die für unseren Darm eigentlich unverdaulich sind, etwa ein Drittel des Kots aus. Liegt das durchschnittliche Kotgewicht eigentlich nur bei 100 bis 200 Gramm pro Tag, kann dieses, wenn du viel Obst und Gemüse isst, auf bis zu 500 Gramm ansteigen. 

    Das letzte Drittel des festen Stuhlinhalts entfällt auf ein regelrechtes Sammelsurium verschiedener Stoffe. Hier finden sich alle Stoffe, die dein Körper als überflüssig deklariert hat und deswegen loswerden möchte. Es handelt es sich um Cholesterin, aber auch um Farbstoffe sowie Medikamente verschiedener Art. 

    Eine Frage der Farbe

    Interessant ist bei deinem Stuhlgang aber nicht nur die Zusammensetzung, sondern auch die Farbe, denn diese kann ganz unterschiedlich ausfallen. Normal und als gesund gelten in erster Linie braun bis gelbbraun. Verantwortlich für die Farbe ist übrigens nicht das, was du zu dir nimmst, sondern etwas, was du täglich mit dir herum trägst: dein Blut. Es ist eine Meisterleistung, dass dein Körper je Sekunde 2,4 Millionen Blutkörperchen neu herstellen und ebenso viele wieder abbauen kann. 

    Die rote Farbe des Bluts wandelt dein Körper zunächst in Grün um, bevor sie schließlich gelbe Nuancen aufnimmt. Übrigens hat deswegen auch dein Urin eine gelbe Farbe. Doch die in Gelb umgewandelten Reste unserer Blutkörperchen gelangen zum größten Teil in den Darm und können dort für die braune Kotfarbe sorgen. Neben dem gewünschten natürlichen Braun, gibt es beim menschlichen Stuhl drei weitere Farbbereiche: 



  • Hellbraun bis Gelb: Fällt dir dein Stuhl durch diese Farbe auf, kann es sich um ein Anzeichen für Morbus Meulengracht handeln. Grund für die Erkrankung ist eine zu geringe Effektivität des Blutabbauenzyms. Sie liegt nur noch bei rund 30 Prozent. An sich geht die Krankheit nicht mir großen Beschwerden einher. Lediglich Paracetamol sollte aufgrund einer nur schweren Verträglichkeit vermieden werden. Gelber Kot ist übrigens immer auch ein Anzeichen für gestörte Darmbakterien. Häufig sorgt zudem Antibiotikum für weichen Stuhl. 

  • Hellbraun bis Grau: Eines sei vorweg genommen: Ist dein Kot eher grau, solltest du einen Arzt aufsuchen, denn es gelingt dann zu wenig Blutfarbstoff in den Stuhl. Das ist dann der Fall, wenn Passagen deines Verdauungstrakts abgeknickt sind. 
  • Übrigens gilt der Typ 4 als Idealausführung des menschlichen Stuhlgangs, denn hier ist das Verhältnis von Wasser und Feststoffen am besten. Sinkt Stuhl von Typ 3 oder Typ 4 im Toilettenwasser sehr schnell zu Boden, ist das immer ein Anzeichen dafür, dass darin noch ein großer Anteil an Nahrung zu finden ist, die nicht verdaut wurde. Im gesunden Stuhlgang sind allerhand Gasbläschen zu finden. Sie sorgen dafür, dass der Kot im Wasser schwebt. Die Gasbläschen stammen übrigens von den Darmbakterien, die während des Verdauungsprozesses quasi ausgepupst werden. 



  • Schwarz und Rot: Beides sollte dein Stuhlgang nicht sein. Ist er schwarz, ist das ein Anzeichen für geronnenes Blut. Problematisch ist hier vor allem, dass komplette Blutkörperchen im Stuhl vorkommen und nicht nur der Farbstoff. Hämorrhoiden sorgen für einen hellen Rotton. Dunkel Rottöne musst du vom Arzt abklären lassen. 

  • Bei der Farbe des Stuhls ist auch immer interessant, was du am Vortag gegesen hast, denn beispielsweise Rote Beete oder Spinat haben Einfluss auf die Stuhlfarbe.

    Tief einatmen – der Geruch

    Es ist ganz normal, dass dein Stuhl riecht. Das ist übrigens auch bei normalem Kot der Fall. Der Geruch wird beispielsweise von den Nahrungsmittel beeinflusst, die wir essen und hat eine aromatische Note. Anders ist es jedoch, wenn eine Erkrankung vorliegt. Dann riecht der Stuhl sehr schnell faulig, beißend und übel. Es gibt verschiedene Erkrankungen, die sich anhand des Stuhlgeruchs erkennen lassen. So sorgen beispielsweise Entzündungen der Bauchspeicheldrüse sowie eine Glutenunverträglichkeit beinahe für Gestank. Auch Morbus Crohn hat Einfluss auf den Geruch. Hierbei handelt es sich um eine chronische Darmerkrankung. Übel riechender Stuhl ist also immer ein Punkt, den du beim Arzt abklären solltest.

    Was ist nun normal?

    Wie du siehst, gibt es viele Merkmale, mit denen du deinen Stuhl beschreiben und sicherlich auch klassifizieren kannst. Hinsichtlich der Konsistenz gelten die Typen 3 und 4 als normal, wobei auch der Typ 5 noch akzeptabel ist, solange du mehrmals täglich die Toilette aufsuchst. Die Farbe sollte braun sein, wobei unterschiedliche Nuancen erlaubt sind. Gesunder Kot riecht aromatisch, aber nicht außergewöhnlich. Auch das ist wichtig. Bereiten dir Unstimmigkeiten deines Stuhls Sorge, solltest du einen Arzt aufsuchen.

    Bristol Skala Infografik


    Was ist nun normal?

    Wie du siehst, gibt es viele Merkmale, mit denen du deinen Stuhl beschreiben und sicherlich auch klassifizieren kannst. Hinsichtlich der Konsistenz gelten die Typen 3 und 4 als normal, wobei auch der Typ 5 noch akzeptabel ist, solange du mehrmals täglich die Toilette aufsuchst. Die Farbe sollte braun sein, wobei unterschiedliche Nuancen erlaubt sind. Gesunder Kot riecht aromatisch, aber nicht außergewöhnlich. Auch das ist wichtig. Bereiten dir Unstimmigkeiten deines Stuhls Sorge, solltest du einen Arzt aufsuchen.

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