Movicol

Leidest du an Verstopfung, sehnst du dich vielleicht nach einer wirksamen und wohltuenden Hilfe. Ein Medikament, auf das du bei Verstopfung zurückgreifen kannst, ist Movicol.

Bei Movicol handelt es sich nicht um ein Abführmittel im klassischen Sinne. Das Medikament basiert auf einem physiologischen Wirkprinzip. Durch die osmotische Wirkung ist es abführend, wobei es auf Macrogol basiert.

Während sich das Abführmittel den Weg durch den Körper bahnt, zieht es so viel Wasser wie möglich an. Der Stuhlgang wird dadurch geschmeidiger. 

Der Wirkstoff erhöht das Stuhlvolumen, wodurch wiederum der Innendruck im Darm gesteigert wird. Durch den höheren Druck nehmen die Darmbewegungen zu. Durch die gesteigerte Darmbewegung fällt der Stuhlgang leichter und die Verstopfung wird gelöst, ohne dass du Angst haben musst, dass sich dein Darm an Movicol gewöhnt.

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Die besondere Wirkung von Movicol

Der enthaltene Wirkstoff Macrogol trägt dazu bei, dass der aufgeweichte Stuhl besser transportiert werden kann. Die ersehnte Stuhlentleerung kann ausgeführt werden. Neben dem Macrogol sind in Movicol wertvolle Elektrolyte enthalten. Aufgrund der Arbeit der Darmwand werden die Elektrolyte mit im Darm vorhandener Körperflüssigkeit ausgetauscht. Gemeinsam mit dem Fäkalwasser werden die Elektrolyte schließlich wieder ausgeschieden. Dadurch unterscheidet sich Movicol erheblich von anderen Abführmitteln. Beim Einsatz vieler Abführmittel werden Wasser, Kalium und Natrium in großen Mengen ausgeschieden, sodass es schnell zu einer unangenehmen Unterversorgung kommt. Movicol wirkt dem entgegen, ohne jedoch die Menge dieser Nährstoffe im Darm zu erhöhen. 

Zugleich hat Movicol eine sehr schonende Wirkung auf den Darm. Der Körper nimmt das enthaltene Macrogol kaum auf. Außerdem zersetzen die Darmbakterien den Wirkstoff kaum. Dadurch wird eine zusätzliche Belastung des Organismus vermieden. Movicol ist allgemein gut verträglich und kann daher schon bei Kindern angewendet werden. 

Movicol eine schonendes Abführmittel

Für wen eignet sich Movicol?

Auf Movicol können Erwachsene und Kinder ab einem Alter von 5 Jahren zurückgreifen. Während es für Erwachsene das Abführmittel als aromafreies Pulver gibt, wird es für Kinder in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten, um die Verabreichung zu erleichtern. Neben dem Aroma Zitrone/Limone gibt es die Varianten Schoko und flüssig Orange. Mit der Variante Movicol Junior Schoko erhältst du nun auch ein Abführmittel für Kinder ab zwei Jahre. Das macrogolhaltige Laxan gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Es kann bis zu einem Alter von 11 Jahren eingenommen werden. Du musst das Pulver lediglich in Wasser auflösen. Danach kann es getrunken werden, was die Einnahme schon bei Kindern im Kleinkindalter so wertvoll macht. 

Damit der Elektrolythaushalt der Kinder auch über einen längeren Zeitraum hinweg im Gleichgewicht bleibt, wird Movicol junior in Portionsbeuteln abgepackt. Das Pulver lässt sich dadurch sicher und schnell dosieren. Um die klare Trinklösung herzustellen, rührst du das fertig dosierte Pulver in ¼ Glas Wasser ein. 

Auch wenn ein Kind über längere Zeit hinweg Movicol nimmt, bleibt der Elektrolythaushalt im Gleichgewicht. Dafür sind dem Abführmittel Elektrolyte zugesetzt.

Neben dem Pulver ist Movicol als flüssige Lösung erhältlich. Das Konzentrat gibt es mit 250, 500 und 1.000 Millilitern. Die Verabreichung ist relativ flexibel. Darüber hinaus sind hier ebenso Elektrolyte enthalten. Zur idealen Dosierung wird Movicol flüssige Orange mit einer Dosierkappe geliefert. Für die Einnahme verdünnst du 25 ml Konzentrat mit 100 ml Wasser. 

Wie wird Movicol dosiert?

Die Dosierung von Movicol passt du an den Schweregrad der Verstopfung an. Du kannst ein bis drei Beutel Movicol täglich zu dir nehmen. Jeder Beutel wird in 125 ml Wasser gegeben. Hat sich das Pulver aufgelöst, kann die Flüssigkeit einfach getrunken werden. Willst du Movicol über einen längeren Zeitraum nutzen, kannst du jeden Tag ein bis zwei Beutel zu dir nehmen. Der Hersteller empfiehlt für Movicol eine maximale Anwendungsdauer von 2 Wochen. 

Dosierung und Einnahme von Movicol Konzentrat sind ähnlich wie bei dem Movicol Pulver. Je nach Schwere der Verstopfung wird das Konzentrat ein bis drei Mal pro Tag verwendet. 100 ml Wasser reichen, um das Konzentrat zu verdünnen. Entweder misst du die 25 ml mit der Dosierkappe ab oder du gibst 5 Teelöffel der Flüssigkeit in das Wasser. Nun muss das Ganze nur noch so lange umgerührt werden, bis sich das Movicol gut mit dem Wasser vermischt hat. Movicol flüssig wird in den meisten Fällen 2 Wochen verwendet. Ein längerer Einsatz ist in bestimmten Situationen möglich. 

2 bis 6 Jahre alte Kinder nehmen im Falle einer Verstopfung täglich einen Beutel Movicol. Ab einem Alter von 7 Jahren bis 11 Jahre können 2 Beutel pro Tag eingenommen werden. Du löst das Pulver in etwa 62,5 ml Wasser auf. In Absprache mit dem Kinderarzt kannst du die Movicol-Menge solange erhöhen, bis ein weicher Stuhlgang bei deinem Kind vorhanden ist. Laut Hersteller reichen hier vier Beutel aus.

Leidet dein Kind an chronischer Verstopfung, ist eine kurzfristige Behandlung mit Movicol nicht ausreichend. In diesem Fall könntest du das Medikament zwar für einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten anwenden. Du solltest auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Wirkt Movicol schnell?

Movicol ist laut Hersteller ein schonendes Abführmittel, was auch am Wirkeintritt zu erkennen ist. Wie schnell Movicol wirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend ist die Beschaffenheit des Darms, aber auch das Verstopfungsausmaß. Zudem können zugrunde liegende Erkrankungen Einfluss auf den Wirkeintritt nehmen. Gleiches gilt für weitere Medikamente, die neben Movicol eingenommen werden. Wie der Hersteller von Movicol auf der eigenen Webseite erklärt, tritt die Wirkung des Abführmittels bei Verstopfung meist nach ein bis zwei Tagen ein. (Schau dir hierzu den Artikel die drei Tage Regel an.)

Eine gewisse Vorsicht ist bei der Einnahme mit anderen Medikamenten in jedem Fall angebracht. So kann sich die Resorption von weitere Arzneimitteln durch Movicol zumindest vorübergehend minimieren. In einzelnen Berichten wird nach Herstellerangaben außerdem darauf verwiesen, dass beispielsweise die Wirkung von Antiepileptika nachlässt. 

Gibt es Nebenwirkungen

Um es vorwegzunehmen: Auch Movicol ist nicht frei von Nebenwirkungen. Wie bei jedem anderen Medikament können, müssen aber nicht Nebenwirkungen auftauchen. Bei folgenden Nebenwirkungen solltest du auf die Einnahme von Movicol verzichten und einen Arzt aufsuchen: 

  • Kopfschmerzen
  • Starker Durst
  • Müdigkeit und Atemlosigkeit
  • Geschwollene Knöchel

Relativ häufig traten bislang Nebenwirkungen wie Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Juckreiz auf. Auch Erbrechen und Übelkeit gehören dazu. Grundsätzlich sind auch Nebenwirkungen wie allergische Hautreaktionen, Nesselsucht, Gewebeschwellungen und Beschwerden im Analbereich möglich. Über deren Häufigkeit ist aber nicht viel bekannt. 

Bitte beachten Sie, dass diese Texte reine Ratgeber darstellen und keinen Arztbesuch ersetzen.
Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Das rezeptfreie Abführmittel Movicol. Es zieht im Körper so viel Wasser wie möglich zum Stuhlgang, der dadurch geschmeidiger wird.

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