Experteninterview 01 #Verstopfung

Experteninterview mit Marion zum Thema Verstopfung

Marion vom Heilpflanze.org ist gibt mir das erste Experteninterview und versorgt uns mit hilfreichen Tipps gegen Verstopfung. Hier gehts zum Interview und zu den Tipps. Vielen Dank an Marion.

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Hallo Marion, stell dich bitte kurz vor.

Marion
Ich beschäftige mich mit Heilpflanzen und ihren Wirkungen oder mit naturheilkundlichen Themen. (Naturheilkunde: Heilkunde, die sich mit naturgemäßer Lebensweise beschäftigt. Wasser, Licht, Luft, besondere Diäten und natürlich Heilpflanzen werden therapeutisch zur Vorbeugung oder Heilung verwendet).

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Jetzt komme wir zu meinem Thema. Meine Besucher sind auf der Suche nach Tipps gegen Verstopfungen. Hast du vielleicht ein paar Hilfsmittel/Tipps für sie?

Marion
Seit 2009 betreibe ich den Blog www.heilpflanze.org. Dort stelle ich Heilpflanzen vor, ihre Wirkungen, gebe Tipps und Rezepte oder stelle Nachrichten ein. Mein Ziel ist aufzuzeigen, dass sich mit Heilpflanzen viel bewirken läßt. Heilpflanzen haben seit einigen Jahrzehnten den Ruf nebenwirkungsarm zu sein. Das stimmt so nicht. Heilpflanzen können sogar sehr drastisch wirken und natürlich auch giftig sein. Der häufig genannte Alchimist Paracelsus mit seinem berühmten Spruch "die Dosis macht das Gift" hatte Recht: Heilpflanzen wirken, nur anders als chemische Arzneimittel. Heilpflanzen brauchen häufiger länger, doch sie unterstützen den Körper langfristiger und nachhaltiger.

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Zu der Frage nach Heilpflanzen bei Verstopfungen. Keine Verstopfung ist gleich. Es gibt kurzfristige Verstopfungen, die urlaubsbedingt, wegen einer Klima- oder Ernährungsumstellung erfolgen können. Medikamentenbedingte Verstopfungen werden gerne vergessen: Medikamente gegen Bluthochdruck (sehr häufig, z.B. Protonenpumpenhemmer, PPI), Antidepressiva usw. machen Verstopfungen. Dann gibt es Verstopfungen, die manche Menschen schon ein Leben lang begleiten. Verstopfungen sind kein sexy Thema, sondern werden sogar tabuisiert. Manche Verstopfungen können sogar in der frühesten Kindheit begründet sein "igitt, das macht man nicht"oder mit Erlebnissen mit Schuld und Ekel verknüpft sein - dazu gehört dann eine eigene Forschung à la Sherlock Holmes. Gerade Schuld- und Ekelgefühle sind gut überdeckt und lassen sich nur mit Geduld und Eigenliebe aufdecken und lösen - und damit dann auch die Verstopfung.

Heilpflanzen bei Verstopfung: Leinsamen helfen vielen Menschen. Sie werden z.B. über das morgentliche Müsli gestreut oder esslöffelweise (2-4 selber ausprobieren) eingenommen. Wichtig: Viel trinken! Die Leinsamen entwickeln Schleimstoffe, womit dann auch der Darminhalt gut rutscht. Indische Flohsamenschalen wirken auf ähnliche Weise: Sie sind unverdauliche Ballaststoffe, die ebenfalls Schleimstoffe bilden. Auch hier muss viel getrunken werden, damit die aufquellenden Flohsamenschalen genügend Wasser bekommen und nicht das Wasser aus dem Darm entziehen müssen. Es muss Wasser getrunken werden, keine Milch z.B. die verhindert die Quellung. Flohsamenschalen können die Aufnahme von Medikamenten verhindern, weshalb die Einnahme von Flohsamen mindestens eine Stunde vor der Medikamenteneinnahme erfolgen muss.

Wegwarten-Inulin: Pflanzliche Ballaststoffe, die die guten Darmbakterien füttern und fördern. Dadurch findet eine Darmregulierung statt. Wegwarten-Inulin wird kurweise eingenommen, vier bis sechs Wochen und dann wieder "wenn es nötig" erscheint.

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Gerade nach der Einnahme von Antibiotika ist der Darm stark angegriffen/geschwächt. Hast du vielleicht einen Empfehlung, um den Darm langfristig aufzubauen.

Marion
Ja, das ist vollkommen richtig. Jede Einnahme von Antibiotika bewirkt eine schwere Beeinträchtigung der Darmflora (Darmflora=Gesamtheit aller Darmbakterien). Denn nicht nur die krankmachenden, sondern auch die förderlichen Bakterien oder Darmbakterien werden zerstört. Das wird leider oft vergessen - auch von Ärzten. Deshalb sollte nach jeder Antibiotikatherapie ein Aufbau der Darmflora erfolgen. Es kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:

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Probiotika: Lebensmittel oder Nahrungsergängzungsmittel, die lebensfähige Mikroorganismen enthalten. Milchsäurebakterien, Hefen, wie sie in Joghurts, Kefir oder Sauerkraut vorkommen. Damit diese Organismen auch im Dünn- oder Dickdarm ankommen, müssen sie in ausreichender Dosierung eingenommen werden.

Präbiotika: Unverdauliche Nahrungsbestandteile (Ballaststoffe), die das Wachstum und die Vermehrung förderlicher Darmbakterien unterstützen. Präbiotika können Inulin, Lactulose, Fructane oder Oliofructose enthalten, was auch als gutes "Bakterienfutter" bezeichnet werden kann. Die nützlichen Darmbakterien werden also "gefüttert", können sich entsprechend vermehren und ihre wohltätigen gesundheitsförderlichen Wirkungen verbreiten beziehungsweise die gesunde Darmbakterien-Struktur nach einer Antibiotikakur wieder herstellen. Es gibt eine ganze Reihe von Präbiotika - ich empfehle das Wegwarten-Inulin. Wie oben schon beschrieben, reguliert es auf gute Weise. Synbiotika: Nahrungsmittel, die Präbiotika oder Probiotika gleicherweise enthalten. Es gibt eine große Anzahl von Herstellern. Da hilft nur ausprobieren.

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Vielen Dank, dass du dir die Zeit für mich genommen hast.
Bitte besucht www.Heilpflanze.org

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